Muster finanzstatut dihk

sie sollen einen finanziellen Anreiz für den Verkauf eines Produkts erhalten. Es besteht jedoch keine Verpflichtung, die Höhe einer Provisionszahlung offenzulegen. Ähnliche Regeln gelten für Versicherer, die angeben müssen, welche Vergütung den Arbeitnehmern für den Versicherungsvertrieb gewährt wird. Die Richtlinie sieht kein generelles Verbot von Provisionszahlungen vor. Nach der Richtlinie kann vielmehr entschieden werden, ob es eine (vom Versicherer entrichtete) Provision (vom Versicherer entrichtet) oder eine (vom Versicherten entrichtete) Gebühr als Vergütung gibt. Die Art der Vergütung darf jedoch nicht im Widerspruch zu dem Ziel stehen, einen angemessenen Versicherungsschutz für den Kunden zu erhalten. Die von den Wirtschaftsmitgliedern gewählten Vertreter des «Parlaments der Wirtschaft»2 legen jedes Jahr fest, welche Richtung und in welchen Fokus die IHK einschlagen und die Höhe des Mitgliedsbeitrags genehmigen soll. Alle Unternehmen zahlen ihre Kammer entsprechend ihrem wirtschaftlichen Erfolg obligatorisch. Ein Vorteil der gesetzlichen Mitgliedschaft ist, dass die IHK alle Geschäftsbereiche und Unternehmen gleichermaßen vertritt, unabhängig von ihrer Größe, ob es sich um einen kleinen Laden oder ein multinationales Unternehmen handelt. Alle Unternehmen haben eine Stimme und gleiche Rechte. Ihre Gebühren halten die Kammern finanziell unabhängig von einzelstaatlichen Interessen oder staatlichem Einfluss. Viel diskutiert wird die Frage eines Verbots des derzeitigen Verbots der Provisionsvergabe.

Nach dem IDD-Durchführungsgesetz dürfen Versicherungsvermittler Den Versicherten oder Begünstigten keine besondere Entschädigung im Zusammenhang mit einem Versicherungsvertrag gewähren oder versprechen, d. h. insbesondere dürfen sie die erhaltene Provision nicht ganz oder teilweise weitergeben (Provisionsabgabeverbot). Dies ist eine ziemlich überraschende Entwicklung, da allgemein erwartet worden war, dass das Verbot von Sonderentschädigungen – frühere Bestimmungen, die sehr umstritten waren und Gerichtsentscheidungen unterliegen – im Zuge der IdD-Umsetzung fallen gelassen würde. Es wird argumentiert, dass die Gewährung oder verspricht entschädigungsorientierte Vergütung den Fokus des Kunden auf kurzfristige Baranreize legen würde, anstatt die langfristigen Bedürfnisse des Kunden zu befriedigen. Darüber hinaus wird befürchtet, dass sich ein Verbot negativ auf die Qualität der Konsultation auswirken würde. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dies auf die Praxis hat; zum Beispiel, wie Modelle von Fintechs, bei denen Provisionen nicht an den Kunden weitergeleitet, sondern für einen guten Zweck gespendet werden, im Lichte eines solchen Verbots behandelt werden oder wie sie sich ändern werden. Die BaFin ist auch in fragende Fragen der internationalen Versicherungsaufsicht tätig. Die BaFin ist nicht nur zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Finanzmarktes beigetragen, sondern auch in internationalen Gremien wie der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) vertreten und ist daher an der Gestaltung internationaler Aufsichtsstandards beteiligt. Durch die IAIS-Mitgliedschaft und die Stimmmitgliedschaft im IAIS-Exekutivkomitee sowie als aktives Mitglied verschiedener IAIS-Ausschüsse und Unterausschüsse vertritt die BaFin die Interessen Deutschlands als Zentralen Finanzmarkt.